AAT - Anti Aggressivitätstraining

Zielgruppe dieses Trainings sind Jugendliche ab 16 Jahren

(nur Jungen oder nur Mädchen), die durch wiederholte gewalttätige Auseinandersetzungen, Bedrohung, Erpressung, Einschüchterung etc. auffällig geworden sind.

Im Training soll das Verhalten der Jugendlichen durch eine provozierende und konfrontative Methodik verändert werden. Sie sollen lernen Verantwortung für ihr Verhalten und ihr Handeln zu übernehmen und aus dem Kreislauf der Gewalt aussteigen.

Sie sollen Einsicht in eigene Konfliktanteile erkennen und alternative Konfliktlösungsstrategien entwickeln (ausgeschlossen sind Jugendliche mit einer Sucht­mittel­abhängig­keit und klassisch lernbehinderte Jugendliche).



Methodik:

  • Analyse der Aggressionsauslöser (Biographische Wandzeitung, Einzelinterviews im Beisein der Gruppe)
  • Tatkonfrontation und Provokationstest (u.a. "Heißer Stuhl", Rollenspiele zur Auseinandersetzung mit Gewalt)
  • Entwicklung von Opferempathie (u.a. Opferbriefe, Opferfilme, Tatrekonstruktion aus Opferperspektive)
  • Konfliktbewältigung und Deeskalation u.a. Übungen zur Selbst- und Fremdwahrnehmung, Trainieren von
    deeskalierenden Verhaltensweisen in gewaltbesetzten Situationen)
  • Attraktivitätstraining zur Kompetenzerweiterung (u.a. Stärkung des Selbstwertgefühls, Arbeit an den eigenen Grenzen durch erlebnispädagogische Elemente, Selbstsicherheitstraining)
  • Stressabbau und Entspannungstechniken
  • Evaluation durch das Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik (ISS) Frankfurt a. M.

Das Training ist für eine Gruppe von 6-8 Jugendlichen konzipiert und wird von einem Trainer/ einer Trainerin und einem Co-Trainer/ einer Co-Trainerin durchgeführt. Es umfasst insgesamt 60 Trainingsstunden á 60 Minuten. Das Training gliedert sich in zehn wöchentliche Sitzungen á 3,5 Std., zwei Wochenendterminen und mindestens einem Einzelvorgespräch.

Das Training kann über § 29 KJHG (Soziale Gruppenarbeit) finanziert werden